Neue gemeinsame Bevölkerungsschutzorganisation

Die zehn Gemeinden der Region Zürichsee-Linth sind gemäss den gesetzlichen Grundlagen verpflichtet, künftig eine gemeinsame regionale Bevölkerungsschutzorganisation zu führen. Das Ziel ist es, den Bevölkerungsschutz regional zu bündeln und die Zusammenarbeit bei grösseren lokalen und regionalen Ereignissen weiter zu stärken.

Zu diesem Zweck haben die Politischen Gemeinden Amden, Weesen, Schänis, Benken, Kaltbrunn, Gommiswald, Uznach, Schmerikon, Eschenbach sowie die Stadt Rapperswil-Jona eine gemeinsame Vereinbarung ausgearbeitet. Diese regelt die Organisation, die Zuständigkeiten sowie die Finanzierung der neuen regionalen Bevölkerungsschutzorganisation und des regionalen Führungsstabs der Region Zürichsee-Linth. Mit der neuen Vereinbarung werden die jetzigen kleineren Bevölkerungsschutzorganisationen, u. a. auch der regionale Führungsstab Speer, welchem die Politische Gemeinde Amden angehört, aufgehoben.

Die neue Vereinbarung wurde inzwischen von allen beteiligten Gemeinde- und Stadträten genehmigt. Sie sieht vor, dass der regionale Führungsstab bei Ereignissen zum Einsatz kommt und die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Zivilschutz, Polizei, Sanität und weiteren Partnerorganisationen koordiniert. Eine regionale Zusammenarbeit besteht in der Region bereits heute im Bereich des Zivilschutzes.

Der Sitz der neuen Bevölkerungsschutzorganisation ist in Rapperswil-Jona vorgesehen, wo dem regionalen Führungsstab eine entsprechende Infrastruktur zur Verfügung steht. Als Ausweich- und Redundanzstandort steht in Schänis eine weitere Infrastruktur bereit.

Die Vereinbarung untersteht in allen beteiligten Gemeinden dem fakultativen Referendum. In Amden läuft das fakultative Referendum seit 12. Januar und dauert bis 20. Februar 2026. Die massgebende öffentliche Auflage erfolgt auf der kantonalen Publikationsplattform. Ebenso können die Unterlagen auf der Gemeindeverwaltung (beim Anschlagkasten im 1. Stock) eingesehen werden.

Das Ziel ist es, ab 1. Juli 2026 mit der neuen regionalen Bevölkerungsschutzorganisation und dem regionalen Führungsstab der Region Zürichsee-Linth vollständig einsatzbereit zu sein. Nach Eintritt der Rechtskraft beginnen im Jahr 2026 die Umsetzungsarbeiten gemeinsam mit den von allen involvierten Gemeinden bestimmten Mitgliedern der neuen Bevölkerungsschutzkommission. Seitens der Politischen Gemeinde Amden wird Gemeinderat Koni Bischofberger in der neuen regionalen Bevölkerungsschutzorganisation Einsitz nehmen.

Ersatz Faserzementleitung Stocksitten

Der Gemeinderat hat vor einiger Zeit beschlossen, die asbesthaltigen Eternitleitungen der öffentlichen Abwasserentsorgung etappenweise zu ersetzen. Im vergangenen Jahr wurde dazu das erste Projekt, jenes im Gebiet Untersellen, umgesetzt. Im Jahr 2026 sollen rund 550 m Faserzementleitungen der öffentlichen Schmutzwasserkanalisation (inkl. zehn Schächten) im Gebiet Stocksitten ersetzt werden. Der Kostenvoranschlag dieses Projekts (+/- 10 %) beläuft sich auf 247'820 Franken (inkl. MwSt.). Der Gemeinderat hat diese Kosten in das Budget der Investitionsrechnung 2026 aufgenommen.

Verlängerung Leistungsvereinbarung

Die Politischen Gemeinden Amden und Weesen verlängern ihre Leistungsvereinbarung mit Amden Weesen Tourismus (AWT) um ein Jahr. Die aktuelle Vereinbarung ist Ende 2025 ausgelaufen und sollte ursprünglich erneuert werden. Aufgrund personeller Wechsel bei AWT und offener Finanzfragen konnten die Gespräche im vergangenen Jahr jedoch nicht wie geplant abgeschlossen werden. Die Verlängerung der Leistungsvereinbarung bis am 31. Dezember 2026 stellt sicher, dass AWT seine Aufgaben weiter erfüllen kann. Dazu gehören die Gästeberatung, das Kurtaxenwesen für die beiden Gemeinden, die Pflege touristischer Angebote und die Vermarktung der Destination. Amden leistet dafür wie bisher einen Jahresbeitrag von 35'000 Franken sowie die vollständigen Kurtaxenerträge. Die Auszahlung der Gemeindebeiträge steht unter dem Vorbehalt der Budgetgenehmigung durch die Bürgerschaften beider Gemeinden im Frühjahr 2026. Parallel zur Übergangslösung startet die Erarbeitung einer neuen, inhaltlich aktualisierten Leistungsvereinbarung ab 2027. Diese soll bis Mitte 2026 vorliegen und die künftige Zusammenarbeit auf eine neue Basis stellen.

Einsprachen gegen Aufhebung Baulinienplan

Der Gemeinderat hat beschlossen, den Baulinienplan Fli, welcher den Strassenabstand von Bauten und Anlagen gegenüber der Betliserstrasse regelt, aufzuheben. Die Unterlagen dazu lagen vom 18. November bis am 17. Dezember 2025 öffentlich auf. Innert der Einsprachefrist sind drei Einsprachen eingegangen.

Ergebnis Referendumsverfahren

Der überarbeitete Tarif zum kommunalen Reglement über die Erhebung von Kurtaxen wurde vom 7. November 2025 bis am 16. Dezember 2025 dem fakultativen Referendum unterstellt. Innert der Referendumsfrist ist kein Referendumsbegehren zustande kommen. Der Gemeinderat hat den neuen Tarif per 1. Januar 2026 in Vollzug gesetzt.

Bauabrechnung

Im Jahr 2024 starteten die Arbeiten für den Ersatz der Faserzementleitung im Rüti. Die Bauarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Die Bauabrechnung schliesst mit Aufwendungen von Fr. 79'154.10. Der Kostenvoranschlag für das Projekt lag bei 133'000 Franken (exkl. MWST.). Die Arbeiten konnten aus verschiedenen Gründen deutlich kostengünstiger abgeschlossen werden als ursprünglich angenommen.

Baubewilligungen

Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligungen erteilt:

  • Meier Urs und Rosmarie, Uster: Ersatzbau Anbau auf der Ostseite des Wohnhauses Nr. 1605 im Tscherwald, Neubau Carport
  • Germann Regina und Caviglia Diego, Wasserfall 713: Umbau Wohnhaus Nr. 713, Neubau Holzheizung (Stückholzkessel) im Stall Nr. 712 mit Verbindungsleitung zum Wohnhaus Nr. 713, Neubau Photovoltaikanlage und Kamin auf dem Dach des Stalls Nr. 712 – Projektänderung bezüglich diverser Anpassungen im Gebäudeinnern und Erweiterung der Wandheizung beim Wohnhaus Nr. 713, Erweiterung des Heizraums in der Scheune Nr. 712, Neueindeckung des Dachs beim Stall Nr. 712
  • Müller Jacqueline, Brüttisellen: Energetische Sanierung Wohnhaus im Sell, neue Raumeinteilungen im Gebäudeinnern, Aufbau Schleppgaube, Neubau Photovoltaikanlage, Ersatz Ölheizung durch Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Bachmann Stefan und Carmen, Obere Hagstrasse 7: Neubau Mauern, Erweiterung Parkplatz und Gartenplatz

Folgende Photovoltaikanlagen wurden im Meldeverfahren bestätigt:

  • Schaufelberger Jürg, Fliweg 12: Auf dem Dach des Wohnhauses am Fliweg 12
  • Zurkirchen Werner, Leistkammstrasse 1: Auf dem Dach des Wohnhauses an der Leistkammstrasse 1